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Einfach erklärt
- MBS QUICK FACTS:
- Staatlich anerkannt seit 1999
- Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat
- Studienort: München
- Bestnoten in zahlreichen Rankings
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Stakeholder sind Personen oder Organisationen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens betroffen sind oder davon beeinflusst werden. Dazu gehören unter anderem Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Investoren oder die Gesellschaft als Ganzes. Das Wort Stakeholder leitet sich vom englischen Verb "to stake" ab, was so viel bedeutet wie "einsetzen". Im Business-sprachlichen Kontext bedeutet es somit, dass jemand etwas in ein Unternehmen "einsetzt", etwa Zeit, Geld oder Arbeitskraft.
Freeman führte 1984 in seinem gleichnamigen Buch den Stakeholder-Begriff in die strategische Managementliteratur ein: A Stakeholder Approach“. Darin definierte er einen Stakeholder als „jede Person oder Gruppe, die die Ziele eines Unternehmens beeinflussen kann oder durch die Handlungen des Unternehmens beeinflusst wird. Diese Definition wurde in den Folgejahren von zahlreichen Autoren weiterentwickelt und präzisiert. In neueren Publikationen wird Stakeholder oft umschrieben als "jede Partei, die vom Fortbestehen und Handeln des Unternehmens abhängig ist bzw. es beeinflusst wird."
Ziel eines jeden Unternehmens sollte es sein, alle seine Stakeholder zufriedenzustellen. Denn nur so kann das Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Doch dies ist oft leichter gesagt als getan, da die Interessen der einzelnen Stakeholder oft miteinander im Widerstreit liegen. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Situation, in der Kunden ein Produkt zu einem möglichst günstigen Preis haben wollen, während das Unternehmen Gewinn machen möchte. In solchen Fällen muss das Unternehmen einen Kompromiss finden, der beiden Seiten gerecht wird. [1]
Stakeholder ist ein Begriff aus dem Bereich der Unternehmensführung. Er bezeichnet alle Personen und Gruppen, die von den Entscheidungen und Aktionen eines Unternehmens betroffen sind oder beeinflusst werden können. Stakeholder können ökonomische, soziale oder ethische Interessen haben. Die Zahl der Stakeholder eines Unternehmens ist unterschiedlich hoch und variiert je nach Branche und Geschäftsfeld. [2]
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Die Bedeutung von Stakeholdern ist unbestritten. Sie sind diejenigen, die das Unternehmen am Leben erhalten und es voranbringen. Die Bedeutung von Stakeholdern liegt somit darin, dass sie den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen können. Sie sind also nicht nur „Betroffene“ des Unternehmens, sondern auch „Akteure“ mit eigenen Interessen, Motiven und Zielen. In der Praxis kann es daher durchaus schwierig sein, die Interessen aller Stakeholder zu berücksichtigen und gleichzeitig erfolgreich zu sein. Es gilt also, einen Balanceakt zu vollziehen: Zum einen müssen die Interessen der Stakeholder berücksichtigt werden, zum anderen darf das Unternehmen seine eigenen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Diskussion um den Klimaschutz. Viele Unternehmen sehen sich hier inzwischen mit dem Druck konfrontiert, ihre Produkte und Dienstleistungen klimafreundlicher zu gestalten oder gar klimaneutral zu produzieren. Gleichzeitig stehen sie aber auch unter finanziellem Druck, da klimafreundliche Produktion oft teurer ist als herkömmliche Produktion. In diesem Spannungsfeld befinden sich also sowohl die Unternehmen selbst als auch ihre Stakeholder – und es gilt, einen Kompromiss zu finden. Stakeholder sind entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Sie beeinflussen maßgeblich, wie erfolgreich das Unternehmen agiert und welche Richtung es einschlägt. Gleichzeitig stellen sie aber auch eine Herausforderung dar, da ihre Interessen oft komplex und widersprüchlich sind. Es gilt also, einen Balanceakt zwischen den Interessen der Stakeholder und den eigenen Zielen des Unternehmens zu finden. [3]
Ein Stakeholder ist ein*e Interessensvertreter*in einer Organisation oder eines Projekts. Diese Person kann direkt oder indirekt von der Entwicklung betroffen sein. Ein direkter Stakeholder ist eine Person, die direkt von einer Entscheidung oder Aktion betroffen ist. Ein indirekter Stakeholder hingegen hat keinen direkten Einfluss auf die Entscheidung oder Aktion, aber dennoch betroffen sein kann. Stakeholder sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die ein direktes Interesse an einem Projekt oder einer Organisation haben. Sie können durch die Ergebnisse des Projekts als direkte oder indirekte Weise profitieren oder davon betroffen sein. Es gibt viele Arten von Stakeholdern und es ist wichtig zu verstehen, wer sie sind und was ihre Bedürfnisse sein können.
Stakeholder werden typischerweise in interne Stakeholder (im Unternehmen oder Projekt mitarbeitende Personen) und externe Stakeholder (außerhalb des Unternehmens stehende Anspruchsgruppen, z. B. Investoren) kategorisiert. Intern sind Stakeholder, die Teil der Unternehmenseinheit, des Teams oder der Abteilung sind, in der das Projekt stattfindet. Zu den externen Stakeholdern gehören Kunden, Lieferanten und andere Parteien außerhalb des Unternehmens. [4]
Ein wichtiger Bestandteil der Stakeholdermanagement-Strategie besteht darin, Verantwortlichkeiten zu vergeben und zu verteilen. Dazu gehört auch eine klare Kommunikation mit allen Beteiligten sowie eine geeignete Kontrolle über alle Aktionen im Zusammenhang mit dem Projekt. Es ist wichtig für jedes Unternehmen, regelmäßige Meetings abzuhalten, um alle interessierten Parteien über die Fortschritte des Projekts auf dem Laufenden zu halten und Feedback einzuholen. Auf diese Weise kann das Unternehmen auch effizient auf mögliche Änderungsanforderungen reagieren und seine Pläne entsprechend anpassen. Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Stakeholder andere Anliegen hat und daher muss man versuchen, die Interessenskonflikte zwischen den verschiedensten Parteien zu lösen, damit alle Beteiligten mit dem finalisierten Ergebnis zufrieden sind. Ein erfolgreiches Stakeholdermanagement ermöglicht es Unternehmen auch, positives Feedback von Kunden oder anderen Interessengruppierungen systematisch einzuholen und den Ruf des Unternehmens in der Öffentlichkeit positiv zu beeinflussen. [5]
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Stakeholder können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, je nachdem, welche Art von Beziehung sie zu einer Organisation oder einem Projekt haben. Einige der an den häufigsten verwendeten Kategorien sind:
Es ist wichtig zu beachten, dass es nicht nur zwei Kategorien von Stakeholdern gibt. Viele Organisationen machen eine dritte Kategorie aus – zukünftige Stakeholder – und stellen somit eine breite Palette an Interessengruppen zur Verfügung, die für das Unternehmen wichtig sein könnten. Zukünftige Stakeholder könnten Lieferanten und Geschäftspartner sein sowie bestimmte Branchenvertreter oder politische Akteure. Es ist entscheidend für jedes Unternehmen oder Projekt, gut über alle relevanten Gruppierungen informiert zu sein und deren Bedürfnisse zu verstehen, um erfolgreich sein zu können. Nur so kann man effektive Strategien entwickeln und umsetzen, die sowohl den primären als auch den sekundären Interessengruppierungen gerecht werden, um langfristige Wirkung zu erzielen und gleichzeitig alles Notwendige für den Erfolg des Unternehmens erledigen zu können. [6]
Die Rolle der Stakeholder in Unternehmen ist ein wichtiger Faktor, um den Erfolg eines Unternehmens zu bestimmen. Die Meinung und die Interessen der Stakeholder beeinflussen die strategischen Entscheidungen des Unternehmens und spiegeln die sozialen und ökonomischen Realitäten wider, in denen das Unternehmen operiert. Die Rolle der Stakeholder kann unterschiedlich sein, abhängig von der Branche und dem Produkt des Unternehmens.
In Unternehmen spielen Stakeholder eine wichtige Rolle. Sie sind das Bindeglied zwischen Unternehmen und ihren Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Investoren und anderen Interessengruppen. Durch die Einbindung all dieser Gruppen in ein Unternehmen können diejenigen, die mit dem Unternehmen verbunden sind, einen wertvollen Beitrag zu seinem Erfolg leisten. Stakeholder können auf unterschiedliche Weise an der Entwicklung des Unternehmens beteiligt sein. Sie können etwa neue Produkte vorschlagen oder an der Optimierung bestehender Produkte mitarbeiten. Sie können auch neue Ideen vorschlagen und überlegen, wie man Probleme lösen kann. Ebenso haben Stakeholder oft auch Einfluss darauf, wie das Unternehmen seine Ressourcen verwendet und wo es investiert. Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen ist es, dass alle Stakeholder zufriedenzustellen. Daher ist es wichtig, dass die Interessengruppen angemessen beteiligt werden und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Auch sollten Verhandlungsprozesse fair sein und jede Seite gleichermaßen respektvoll behandelt werden. Es ist daher ratsam, einen guten Kompromiss zu finden, der alle Parteien glücklich machen kann. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Stakeholder eine essenzielle Rolle bei der Entwicklung und dem Erfolg eines Unternehmens spielen. Es ist daher wichtig, dass sich alle Beteiligten an den Entscheidungsfindungsprozessen beteiligen und gemeinsame Lösungswege finden. Nur so kann ein Unternehmen erfolgreich sein und langfristig bestehen bleiben. [7]
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Stakeholder und Shareholder sind zwei Gruppen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens betroffen sein können. Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen, die in irgendeiner Weise mit einer Organisation verbunden sind und deren Entscheidungen beeinflussen oder von diesen beeinflusst werden – sowohl positiv als auch negativ. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Anwohner, Nichtregierungsorganisationen oder Wettbewerber.
Shareholder (auch Aktionäre genannt) sind eine spezifische Untergruppe der Stakeholder. Sie sind Anteilseigner eines Unternehmens und besitzen damit Eigentumsrechte. Ihr zentrales Interesse liegt üblicherweise in der finanziellen Rendite, etwa durch Dividenden oder Kurssteigerungen. Allerdings gibt es auch Shareholder, die neben finanziellen Zielen Wert auf soziale oder ökologische Aspekte legen, wie etwa Impact-Investoren oder ESG-orientierte Anleger.
Ein wichtiger Unterschied zwischen beiden Gruppen liegt in ihren Einflussmöglichkeiten: Shareholder haben gesetzlich verankerte Mitspracherechte, beispielsweise durch Stimmrechte auf Hauptversammlungen. Stakeholder ohne Anteilseignerschaft haben hingegen keine formellen Unternehmensrechte, können aber auf andere Weise Einfluss nehmen, etwa durch öffentliche Meinungsbildung, Verhandlungen mit dem Management oder regulatorischen Druck.
Damit ein Unternehmen langfristig erfolgreich ist, sollte es sowohl die Interessen der Shareholder als auch die der Stakeholder berücksichtigen. Ein ganzheitliches Managementansatz (z. B. Stakeholder-Management) kann dazu beitragen, nachhaltige Unternehmensstrategien zu entwickeln, die finanzielle Ziele mit sozialen und ökologischen Verantwortlichkeiten in Einklang bringen. [8]
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Unsere Bachelor- und Masterstudiengänge vermitteln dir relevante Kenntnisse und Fertigkeiten, die du für eine erfolgreiche Karriere benötigst.
[1] Oxford Handbook of Business and Society – Freeman et al., 2018, (Kap. Stakeholder Perspective).
[2] Gabler Wirtschaftslexikon – Stichwort „Stakeholder“, neueste Auflage (Print-Ausg. 2013, ISBN 978-3834905261)
[3] A Stakeholder Framework for Analyzing & Evaluating Corporate Social Performance – Clarkson, 1995, Acad. of Management Review 20(1), S.106.
[4] Technikum Wien Academy – „Was ist ein Stakeholder?“ (2021)
[5] Harvard Business Review (Online): “How to Manage Stakeholder Engagement”, 2019
[6] Interne vs. Externe Stakeholder – z.B. Lexware.de (Ratgeber) oder Technikum Wien Academy (2021)
[7] OECD Principles of Corporate Governance (2015)
[8] European Financial Review (2020): “Shareholder vs Stakeholder capitalism”
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